Magazin Wirtschaft

Bekenntnis zum Glas

Fritz Kola
Die Macher von fritz-kola setzen seit der Firmengründung auf Glasmehrweg und sind von den Vorteilen überzeugt. © Fritz-Kola

Unter dem Motto „Trink aus Glas“ hat der Hamburger Getränkehersteller fritz-kola eine provokante Werbeaktion in mehreren deutschen Großstädten gestartet. Mit großen Müll-Installationen aus Plastikflaschen wird auf das steigende weltweite Problem mit Plastikmüll aufmerksam gemacht. Gleichzeitig will das Unternehmen mit der Aktion auch ein Bekenntnis zu Mehrweg Glasverpackungen abgeben.

Trink aus Glas
Die Guerilla-Aktion „Trink aus Glas“ am Münchner Isartor. © fritz-fola

Das Ziel ist nicht weniger als ein Systemwandel in der Getränkeindustrie. Hintergrund ist die seit vielen Jahren fallende Mehrwegquote in Deutschland. Über 16 Milliarden Plastikflaschen benutzen die Deutschen pro Jahr, weltweit werden jedes Jahr mehr als 480 Milliarden Plastikflaschen verbraucht. Dabei haben PET-Flaschen kaum Vorteile gegenüber der Glasflasche und die wenigen Vorteil werden durch starke Umweltbelastungen erkauft.

Nur noch Glasflaschen im Getränkeregal

Die Macher von fritz-kola selbst setzen seit der Firmengründung auf Glasmehrweg und sind von den Vorteilen überzeugt. Die Konsumenten scheint es nicht zu schrecken, das wird eindrucksvoll durch den Erfolg der Hamburger belegt. Bis zu 7 Jahre sind die Flaschen im Einsatz und können nach eigenen Angaben bis zu 50-mal wieder befüllt werden. Doch auch danach endet das Flaschenleben nicht auf der Müllhalde. Die alten Flaschen werden vollständig eingeschmolzen und zu neuen Flaschen verarbeitet.

Trink-aus-Glas

Außerdem ist Glas geschmacksneutral, ein Vorteil der bei fritz-kola sehr geschätzt wird. Glas gibt weder Mikroplastik noch Weichmacher ab und verhindert ein Entweichen der Kohlensäure, so dass Getränke länger frisch bleiben. Die Herausforderungen sind das vergleichsweise hohe Gewicht von Glas sowie die Rückführung und Reinigung des Leerguts. Diesen Punkten begegnet das Hamburger Unternehmen mit der Verwendung von Poolflaschen sowie einer dezentralen Abfüllung in fünf modernen Abfüllanlagen – für kürzere Wege, weniger CO2-Emissionen und eine ressourcenschonende Aufbereitung der Flaschen.

Allerdings, fritz-kola möchte den Glas-Mehrweg nicht allein, sondern mit anderen gehen und ruft Industrie, Handel, Politik und Gesellschaft zur Beteiligung an der Bewegung „Trink aus Glas“ auf, um gemeinsam Verantwortung für ein nachhaltigeres Leben zu übernehmen. Das langfristige Ziel der Bewegung ist ein Getränkeregal, in dem nur noch Glasflaschen stehen.


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