Nachhaltige Entwicklung zum kleben

Nicht grün, sondern im blassen Rot ist die neue Sondermarke der Deutschen Post gehalten. Machen! steht in großen Lettern darauf und das ist durchaus wörtlich zu nehmen. Mit der 80 Cent Briefmarke thematisiert die Post eine nachhaltige Entwicklung für unseren Planeten.

© Thomas Feldhaus

Nicht grün, sondern im blassen Rot ist die neue Sondermarke der Deutschen Post gehalten. Machen! steht in  großen Lettern darauf und das ist durchaus wörtlich zu nehmen. Mit der 80 Cent Briefmarke thematisiert die Post eine nachhaltige Entwicklung für unseren Planeten. Sie knüpft an die 2015 von den Vereinten Nationen verabschiedete Agenda 2030 an. Diese enthält 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung der Welt, den sogenannten „Sustainable Development Goals“ (SDGs).

„Das Leitbild fordert eine gesellschaftliche Entwicklung, die wirtschaftlich effizient, sozial gerecht und ökologisch verträglich ist und die niemanden zurücklässt“, schreibt das Bundesfinanzministerium bei Einführung der neuen Briefmarke. Deutschland bekennt sich ausdrücklich zur Agenda 2030 und den formulierten Zielen. „Für die nötige Transformation bedarf es des Engagements aller Akteure der Gesellschaft. Deswegen sind auch Unternehmen, Konsumenten, Stiftungen und Wissenschaftler angehalten, ihren Beitrag für mehr Nachhaltigkeit zu leisten.“

Appell an Politik, Wirtschaft und Institutionen, aber auch jeden Einzelnen

Entwickelt hat die Marke der in Bremen ansässige Designer und Grünen-Politiker Florian Pfeffer. Er hat mit seinem Entwurf eine Wettbewerbsausschreibung des Bundesfinanzministeriums gewonnen. Aus den eingesendeten Entwürfen hat sich der Kunstbeirat des Ministeriums für Pfeffers Vorschlag entschieden. Pfeffer versteht sein Motiv als Appell an Politik, Wirtschaft und Institutionen, aber auch jeden Einzelnen. Deshalb soll das Motiv an Protestschilder erinnern. „Eine nachhaltige Zukunft hat viele positive Seiten und stellt das Bild einer lebenswerten und gerechten Zukunft in den Mittelpunkt“, sagte Pfeffer gegenüber dem Weser-Kurier. „Wir müssen allerdings jetzt loslegen, denn die Zeit rennt.“



Thomas Feldhaus: